Wir über uns

Die Arbeitsstelle Frühförderung Bayern setzt gemeinsam mit bayerischen Frühförderstellen und Kinderkliniken, sowie an diese assoziierte gemeinnützige Trägervereine, ein Nachsorgemodell um, das Betreuungsangebote für Familien mit Säuglingen beinhaltet, die eine hohe perinatale Belastung erfahren haben.

Die "Harl.e.kin-Nachsorge in Bayern" bietet

  • eine strukturierte Nachsorge für Früh(st)geborene und Risikokinder in der Zeit des Übergangs von der Klinik nach Hause
  • eine medizinische, psychosoziale und pflegerische Betreuung je nach individuellem Bedarf des Kindes bzw. der Familie
  • eine Koordination der Hilfen im Vorfeld und in der späteren Betreuung gesichert durch interdisziplinäre und interinstitutionelle Projektkooperation von Klinik, Frühförderstelle und gemeinnützigem Verein ( tw. plus Sozialpädiatrischem Zentrum)
  • einen überlappenden Ansatz an den jeweiligen Schnittstellen zwischen neonatologischen und häuslichen Bedingungen; zwischen Prävention und Intervention; zwischen kind-, Eltern-, Netzwerkbezogenem Betreuungsbedarf und zwischen Klinik-Frühförderung-SPZ-Hausarztbetreuung.
  • niedrigschwellige Zugangsbedingungen
    • für die Familien durch die Form als obligates Angebot, unbürokratisch, kostenfrei, durch den Einsatz der ihnen vertrauten Kinderkrankenschwestern der Neonatologie, durch das beratende Angebot des Mobilen Dienst der Frühförderstelle mit interaktionsorientiertem Schwerpunkt und von beiden Diensten mit Hausbesuchen.
    • für die Schwestern der NIPS mit praxisbegleitender Fortbildung und interkollegialer Beratung zu den pädagogisch-psychologischen Aspekten.

Da es sich um ein neuartiges Modell der Vernetzung von Klinik und Frühförderung handelte, wird es mit einer Anschubfinanzierung seitens des Bayerischen Sozialministeriums unterstützt und fachlich von der Arbeitsstelle Frühförderung begleitet.

  • Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt „Harl.e.kin- Frühchen-Nachsorge“ von 2003-2005 mit der Münchner Kinderklinik-Harlaching und der Lebenshilfe München erfolgte, erfolgt ab 2006
  • die „Implementierung der Harlekin-Nachsorge in Bayern“, welche die Übertragbarkeit und Modifizierung des Modells [z.B. Kooperation mit SPZn] auf andere Standorte in Bayern, sowie erforderlichen Voraussetzungen für eine flächendeckende, dauerhafte Ausweitung erprobte.
  • Seit 2011 wird die Harl.e.kin-Nachsorge in Bayern mit der Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration unter der fachlichen Leitung und Begleitung der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern als zentraler Koordination fortgesetzt mit dem Ziel eines flächendeckenden Ausbaus in ganz Bayern.

Dieses Nachsorgemodell zielt nicht auf die Krankenkassenleistungen nach SGB V, § 43 (2)! Gedacht ist eher an den sekundär präventiv so wichtigen aber bislang nicht finanzierbaren „Graubereich“ in der Begleitung von Familien, bei denen wir aufgrund der erfahrenen Belastungen von nachhaltigen Risiken für die kindliche Entwicklung ausgehen müssen.
Keinesfalls ist es als „günstiger“ Ersatz zu erforderlicher ambulanter Kinderkrankenpflege, Physiotherapie, Frühförderung usw. zu sehen, sondern in Vernetzung mit dieser. Gedacht ist eine Art „Routineangebot“ für alle Familien mit Frühgeborenen / Risikoneugeborenen im Übergang zu initiieren.